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Fête Finale 2.0   


Donya Speaks & Co.

Der Tod und das Leben sind untrennbar verbunden – doch warum fällt es uns so schwer, darüber zu sprechen? Und wenn wir es tun, wie tun wir es? Diesen Fragen geht Donya Speaks in ihrer Solo-Performance «Fête Finale» nach.

Im Vorfeld sprach die Künstlerin mit Menschen unterschiedlichen Alters – jede*r bringt eigene Erfahrungen und Perspektiven auf die Sterblichkeit mit. Aus diesen Stimmen entstehen Texte und Bewegungsqualitäten. Die Performance wird zur Feier: Das Publikum ist Gast und begibt sich gemeinsam mit Donya Speaks in einen Dialog über Sterblichkeit.

Zwischen sprudelnden Getränken und flackernden Lichterketten entstehen neue Begegnungen und intime Momente der Verbindung. In der Stille wird getanzt, bis sich Fleisch von Knochen zu lösen scheint. Gläser heben sich, Hände verschränken sich. Durch die Methode der Touch Isolation entstehen Stromkreise – und damit Klänge. Haraways Gedanke «Homo kommt von Humus» schwebt in der Luft. Geschichten und Körperzustände überlagern sich, bis die Grenzen zwischen Erzählungen und Existenzen verschwimmen.

Konzept/Performance: Donya Speaks
Musik: Leila Moon
Dramaturgie: Fredi Thiele
Szenografie und Licht: Julia Urech, Safia Hachemi
Kostüm: Nina Jaun
Produktion & Diffusion: Simon Fleury
Oeil extérieur: Martina Momo Kunz
Mentorat in Performance/Dramaturgie: Stéphanie Lupo

Koproduktion: Dampfzentrale Bern
Partnerin: Tanzhaus Zürich

Unterstützer*innen: Stadt Bern, Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Stiftung Annemarie Schindler, Landys & Gyr Stiftung, GVB Stiftung

Die Texte entstanden aus Interviews mit Menschen zwischen 5-90 Jahren. U.a mit Lilian Frei, Desirée Cascales, Philip Heinrich, Cahyo Balz, Hansueli Schürer, Ahmad Abualrus, Boureima Idrissa Maiga, Fatma, Nkululeko

Fotos: Binta Kopp

Premiere 24/9/2026 Dampfzentrale Bern








pleasurable 


Festivalzentrum “Tanz in Bern 2025”
Dampfzentrale

Das Festivalzentrum von Tanz in Bern in der Dampfzentrale wurde als offenes, dynamisches Raumkonzept entwickelt. Über die gesamte Dauer des Festivals hinweg – mehr als zwei Wochen – war der Raum nahezu rund um die Uhr zugänglich und wandelte sich kontinuierlich zwischen Veranstaltungsort und Aufenthaltsraum.

Zentrale Elemente waren frei bewegliche Sitzobjekte, die eine flexible Aneignung durch das Publikum ermöglichten und unterschiedliche, spielerische Situationen entstehen liessen.  Ein Ständer mit Fidget Toys als haptisches Angebot war am Eingang positioniert. 

Konzept und Umsetzung von Julia Urech

Materialien: LKW Reifen, Gymnastikbälle, Textilien, Füllmaterialien, Ketten, 
10/2025




ver·sor·gen


Bachelor Praxisprojekt von Julia Urech

Audiovisuelle, performative Rauminstallation

Das Diplomprojekt thematisiert die Geschichte von «administrativ versorgten» jungen Frauen in der Schweiz, welche bis in die 1980er-Jahre unter dem Vorwand der Fürsorge aus ihren Familien genommen, in Heime eingewiesen und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Sie wurden dann meist in Textilfabriken eingesetzt. Im Zentrum steht eine installativ-performative Arbeit, in der Textilien, Stimme und Raum miteinander verwoben werden. Elemente wie das Rattern einer Stickmaschine, schmelzender Wachs, Videoprojektionen und eine Performerin bilden so eine dichte, atmosphärische Installation. Eine Stimme liefert den historischen Kontext und verweist auf systematische Ausbeutung. Gestickte Zitate von Zeitzeuginnen werden auf mit Wachs gehärteten Stoffen sichtbar gemacht. Durch die körperliche Handlung der Performerin wird das Erinnern sinnlich erfahrbar. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sich durch eine Landschaft aus Material, Geschichte und Erinnerung zu bewegen und schafft so ein künstlerischer Akt gegen das Vergessen.

Szenografie, Video, Konzept: Julia Urech
Szenografie, Performance, Konzept: Jennifer Bühler
Text, Konzept: Tanja Spielmann
Sound: Elia Huber
Licht, Video: Konstantin Conrad
Stimme: Anouk Barakat

Zitate aus dem Buch: Schweizer Zwangsarbeiterinnen von Yves Demuth

Mentorat: Anna Papst

Materialien: Textil, Wachs, Stickmaschine, Metallringe, Nylon, Beamer,  Wasserfass
Premiere 26/05/2025, Grube[n], Zürich




Pluriverse of pussybilities


POETiK P

Wir, das Team von POETiK P, schaffen eine lustvolle Performance, eine Widmung an unsere pulsierenden Körper, ein Fest der poetischen Forderungen, ein Ritual des Zusammenkommens – ja, eine Hymne an die sexuelle Selbstbestimmung!

Unter dem Motto «the personal is the political» hinterfragen wir die hegemonialen Narrative über unsere Sexualität(en) und wollen diese im kulturhistorischen Kontext verstehen und verändern. Wie können wir eine selbsternannte Sprache (er)finden? Wir verweben dafür Tanz, Fashion und Spoken Word und gestalten einen Raum, in dem Perspektiven aus der Schweiz, dem Kongo DRC und Ruanda zusammenfließen.

Im Kollektiv der Schwesternschaft plädieren wir für mehr Poesie, Fürsorge und Innerlichkeit, in einer Welt, in der nur männliches, eurozentrisches und vermeintlich objektives Wissen Gültigkeit genießt.
Im Winter 2023 kamen wir, Künstler*innen aus Ruanda, dem Kongo und der Schweiz, erstmals zusammen: Wir recherchierten zu den Themen Erotik und Gesellschaft, und haben öffentliche Workshops und ein Abschlussevent durchgeführt. Dieses Exploriment wurde von Migros Ideation und SüdKulturfond mitfinanziert.

Konzept, Performance: Donya Speaks
Choreographie, Performance: Souzy Muisha Chloè
Text, Performance: Nina Balmer
Perlendesign, Performance: Aline Amike
Lichtdesign, Technik: Eulalie Déguénon
Raum, Bühnenbild: Julia Urech
Kostümdesign: Nina Jaun
Musik,  DJ in Performance: Soukey
Regie, Dramaturgie: Natacha Muziramakenga
Produktionsleitung: Simon Fleury
Fotos: Alma Amalla
Grafik: Sandra Zimmermann, Meret Gschwend
Premiere 06/12/2024, Dampfzentrale Bern



WIR SIND JÜNGER GEWORDEN SEITHER


Ein Bachelor-Abschlussprojekt von Meret Feigenwinter und Leo Lerch

Die Fenster sind offen, der Wind weht uns die Haare ins Gesicht.
Wir müssen uns anschreien, um uns zu verstehen, deswegen sagen wir nicht viel.
Die Augen tränen vom Fahrtwind.
Ab und zu wünscht sich wer einen Song.
Können wir als Nächstes
Ab und zu sagt wer: schaut mal, Ziegen an der Autobahn.
Oder: Habt ihr gerade das Kind an der Raststätte gesehen? Das hat zwischen die LKW gekackt.
Oder: Ich hatte gestern einen Sextraum.
Oder: Manchmal hab ich Angst, dass ich eure Körper irgendwann nicht mehr kennen werde.
Oder: Lasst uns versprechen, füreinander da zu sein.

Von und mit:
Anouk Barakat, Jennifer Bühler, Meret Feigenwinter, Leo Lerch, Chih-Ying Lin, Stefanie Steffen,  Julia Urech, Lucy Lou Wartmann



Premiere 28/02/2024, Zentralwäscherei Zürich




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