pleasurable
Festivalzentrum “Tanz in Bern 2025”
Dampfzentrale
Das Festivalzentrum von Tanz in Bern in der Dampfzentrale wurde als offenes, dynamisches Raumkonzept entwickelt. Über die gesamte Dauer des Festivals hinweg – mehr als zwei Wochen – war der Raum nahezu rund um die Uhr zugänglich und wandelte sich kontinuierlich zwischen Veranstaltungsort und Aufenthaltsraum.
Zentrale Elemente waren frei bewegliche Sitzobjekte, die eine flexible Aneignung durch das Publikum ermöglichten und unterschiedliche, spielerische Situationen entstehen liessen. Ein Ständer mit Fidget Toys als haptisches Angebot war am Eingang positioniert.
Konzept und Umsetzung von Julia Urech
Materialien: LKW Reifen, Gymnastikbälle, Textilien, Füllmaterialien, Ketten,
10/2025
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ver·sor·gen
Bachelor Praxisprojekt von Julia Urech
Audiovisuelle, performative Rauminstallation
Das Diplomprojekt thematisiert die Geschichte von «administrativ versorgten» jungen Frauen in der Schweiz, welche bis in die 1980er-Jahre unter dem Vorwand der Fürsorge aus ihren Familien genommen, in Heime eingewiesen und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Sie wurden dann meist in Textilfabriken eingesetzt. Im Zentrum steht eine installativ-performative Arbeit, in der Textilien, Stimme und Raum miteinander verwoben werden. Elemente wie das Rattern einer Stickmaschine, schmelzender Wachs, Videoprojektionen und eine Performerin bilden so eine dichte, atmosphärische Installation. Eine Stimme liefert den historischen Kontext und verweist auf systematische Ausbeutung. Gestickte Zitate von Zeitzeuginnen werden auf mit Wachs gehärteten Stoffen sichtbar gemacht. Durch die körperliche Handlung der Performerin wird das Erinnern sinnlich erfahrbar. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sich durch eine Landschaft aus Material, Geschichte und Erinnerung zu bewegen und schafft so ein künstlerischer Akt gegen das Vergessen.
Szenografie, Video, Konzept: Julia Urech
Szenografie, Performance, Konzept: Jennifer Bühler
Text, Konzept: Tanja Spielmann
Sound: Elia Huber
Licht, Video: Konstantin Conrad
Stimme: Anouk Barakat
Zitate aus dem Buch: Schweizer Zwangsarbeiterinnen von Yves Demuth
Mentorat: Anna Papst
Materialien: Textil, Wachs, Stickmaschine, Metallringe, Nylon, Beamer, Wasserfass
Premiere 26/05/2025, Grube[n], Zürich
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Pluriverse of pussybilities
POETiK P
Wir, das Team von POETiK P, schaffen eine lustvolle Performance, eine Widmung an unsere pulsierenden Körper, ein Fest der poetischen Forderungen, ein Ritual des Zusammenkommens – ja, eine Hymne an die sexuelle Selbstbestimmung!
Unter dem Motto «the personal is the political» hinterfragen wir die hegemonialen Narrative über unsere Sexualität(en) und wollen diese im kulturhistorischen Kontext verstehen und verändern. Wie können wir eine selbsternannte Sprache (er)finden? Wir verweben dafür Tanz, Fashion und Spoken Word und gestalten einen Raum, in dem Perspektiven aus der Schweiz, dem Kongo DRC und Ruanda zusammenfließen.
Im Kollektiv der Schwesternschaft plädieren wir für mehr Poesie, Fürsorge und Innerlichkeit, in einer Welt, in der nur männliches, eurozentrisches und vermeintlich objektives Wissen Gültigkeit genießt.
Im Winter 2023 kamen wir, Künstler*innen aus Ruanda, dem Kongo und der Schweiz, erstmals zusammen: Wir recherchierten zu den Themen Erotik und Gesellschaft, und haben öffentliche Workshops und ein Abschlussevent durchgeführt. Dieses Exploriment wurde von Migros Ideation und SüdKulturfond mitfinanziert.
Konzept, Performance: Donya Speaks
Choreographie, Performance: Souzy Muisha Chloè
Text, Performance: Nina Balmer
Perlendesign, Performance: Aline Amike
Lichtdesign, Technik: Eulalie Déguénon
Raum, Bühnenbild: Julia Urech
Kostümdesign: Nina Jaun
Musik, DJ in Performance: Soukey
Regie, Dramaturgie: Natacha Muziramakenga
Produktionsleitung: Simon Fleury
Fotos: Alma Amalla
Grafik: Sandra Zimmermann, Meret Gschwend
Premiere 06/12/2023, Dampfzentrale Bern
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WIR SIND JÜNGER GEWORDEN SEITHER
Ein Bachelor-Abschlussprojekt von Meret Feigenwinter und Leo Lerch
Die Fenster sind offen, der Wind weht uns die Haare ins Gesicht.
Wir müssen uns anschreien, um uns zu verstehen, deswegen sagen wir nicht viel.
Die Augen tränen vom Fahrtwind.
Ab und zu wünscht sich wer einen Song.
Können wir als Nächstes
Ab und zu sagt wer: schaut mal, Ziegen an der Autobahn.
Oder: Habt ihr gerade das Kind an der Raststätte gesehen? Das hat zwischen die LKW gekackt.
Oder: Ich hatte gestern einen Sextraum.
Oder: Manchmal hab ich Angst, dass ich eure Körper irgendwann nicht mehr kennen werde.
Oder: Lasst uns versprechen, füreinander da zu sein.
Von und mit:
Anouk Barakat, Jennifer Bühler, Meret Feigenwinter, Leo Lerch, Chih-Ying Lin, Stefanie Steffen, Julia Urech, Lucy Lou Wartmann
Premiere 28/02/2024, Zentralwäscherei Zürich
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